Was an diesem Wochenende abgegangen ist kann man nicht in Worte fassen. Es war ein unbeschreibliches Wochenende das alle die da waren auch nicht mehr vergessen werden. An diesem Wochenende haben wir es geschafft Geschichte zu schreiben.
Ich versuche mal das Wochenende etwas in Worte zu fassen wie ich es erlebt habe

Freitag morgen 7.30 Uhr, der Wecker schellt. Schnell ein Anruf machen damit die fahrt früh losgehen kann. Danach noch ein Anruf damit eine sehr nette Person die ich unterwegs einsammel bescheid weiß wann ich Sie abholen werde. Danach bin ich erstmal in ruhe duschen gegangen und habe die letzten Sachen ins Auto geräumt. Um neun ging dann meine fahrt Richtung Uni Bielefeld los mit einem kurzem Stop an der Apotheke um mir noch schnell was für meinen Magen zu besorgen. Um ca. 11.20 Uhr bin ich dann endlich an der Uni angekommen und hab dann meine Mitfahrgelegenheit gesucht. Nachdem wir uns dann gefunden und begrüsst haben sind wir los nochmal kurz Geld holen und eben noch Tanken. Nach dem Tanken ging der Weg dann Richtung Autobahn und ab zum Lausitzring. Die Fahrt lief super. Es gab keine grösseren Staus oder sonstige Zwischenfälle, zwischendurch mal kurz Pause gemacht, tanken gewesen und schonmal was gegessen. Ca. 100 KM vor dem Ring kam der erste kleinere Stau und mein Auto hatte nichts besseres zu tun als eine kleine weiße Wolke aus dem Motorraum auszustoßen, also kleine Zwangspause und nachsehen was los ist und den Wagen ein wenig abkühlen lassen. Nachdem ich nicht viel machen konnte ging die fahrt kurz drauf dann weiter in der Hoffnung das bis zum Ring noch alles gut geht. Die Ausfahrt Lausitzring endlich erreicht dachten wir das wir jetzt nicht mehr lange brauchen würden. Falsch gedacht. Wir brauchten noch ca. 1,5 Stunden bis wir es dann endlich auf Z4 geschafft hatten. Das war aber noch nicht das Ziel unsere Reise. Nachdem wir endlich einen Platz zum parken gefunden hatten ging es erstmal nach P3 die Kollegen von Ihr suchen. Nachdem wir fündig geworden sind hatten wir schon 20.30 Uhr, also schnell noch das Zelt aufbauen und dann ging´s erstmal los das Bändchen besorgen damit wir danach dann direkt auf das Gelände konnten. Jetzt ging es zum ersten Mal durch den Tunnel und dann das erste Mal auf´s Gelände. Es war schon sehr beeindrucken zu sehen was es für eine Fläche war. Wir gingen vor bis kurz vor die 2 Leinwand und suchten uns einen schönen Platz in der Mitte aus. Es war eine super Stimmung die anscheinend garkein ende nehmen wollte. Niemand hatte an dem Abend daran gedacht das es das vorletzte mal war die Onkelz live zu sehen, es war einfach nur Party. Party mit 120.000 anderen Neffen und Nichten. Leider endet doch jeder Abend einmal, dieser hatte aber ein besonderes Ende. Den ganzen Abend über war es trocken gewesen und genau in dem Moment wo "Erinnerung" beginnt setzt ein leichter, feiner Regenschauer ein. Es war der Moment in dem der Himmel weinte. Ich hatte eine Gänzehaut in dem Moment. Kaum war das Lied zu ende hörte der Regen auf und es war eine sternklare Nacht. Wir machten uns auf den Rückweg der ein wenig länger dauerte, zum einen da wir etwas vom Weg abgekommen waren und zum anderen war der Tunnel etwas zu klein für alle gewesen. So gegen 3 Uhr hatten wir dann unser Zelt erreicht und mussten feststellen das ca. 2m von unserem Zelt ein Notstromaggregat stand und seinen Dienst verrichtete. Wir setzten uns noch ein wenig vor dem Zelt zusammen und tranken noch ein paar Bier. So gegen 4 Uhr hab ich mir dann ein Schlafsack organisiert da meine Sachen ja noch im Auto waren und dann ab ins Zelt. Um 7 Uhr wurde ich wach und mir war etwas kalt. Also beschloss ich aufzustehen und zum Auto zu gehen um mir ein Pulli zu holen. Auf dem Weg zum Auto was ja noch auf Z4 stand kam mir der Gedanke das ich ja mal versuchen könnte das Auto nach P4 zu bekommen. Dieser Versuch hat nicht funktioniert und mich nur ca. 1 Stunde gekostet bis ich einmal um das Gelände rum war und letzten endes dann auf Z3 gelandet war. Ich suchte mir ein Platz zum Parken der in der Nähe des Krans damit der Weg nicht mehr so weit war. Ich schnappte mir ein paar Sachen und machte mich dann also wieder auf den Weg zurück zum Zelt. Als ich dort ankam wurde Dessiré gerade wach und wir haben ein wenig geplaudert und so gegen 10 Uhr erstmal gefrühstückt. Die anderen sind irgendwann so gegen mittag nach und nach aus den Betten gekommen. Nachdem Thomas kaum noch auftreten konnte da er sich am Abend beim poggen wohl den Fuß gebrochen hatte ist erstmal mit Dessiré und Christian los um sich Krücken zu besorgen was aber am Ring nicht so einfach war. Ich hab die Zeit solange mit Tina am Zelt verbracht und etwas in der Sonne gesessen. Nachdem wir alle wieder zusammen waren und Thomas nur ein Salbenverband bekommen hatte sind wir dann erstmal Einkaufen gefahren. Nach dem Einkaufen haben wir dann erstmal den Grill angemacht und lecker gegrillt. So gegen 16.30 Uhr haben wir uns wieder auf den Weg zum Gelände gemacht und dort ein wenig in der Sonne gesessen, unseren Spaß gehabt, Bier getrunken und uns die Vorbands angesehen. So gegen 7 sind wir dann nochmal zurück und Zelt und erst so gegen 22 Uhr wieder aufs Gelände zurück. So langsam wurde mir unwohl, das letzte mal auf dem Weg zu den Onkelz, die Stimmung war gedrückt und man sah die ersten Tränen schon bei einigen über die Wangen rollen. Es sollten aber nicht die letzten gewesen sein. Diesmal gingen wir vor bis zur 2 rechten Leinwand. Kurz nachdem wir unseren Platz gefunden hatten ging es auch schon gleich los. Der letzte Auftritt der Onkelz, es war ein Gefühl aus Trauer und Glück. Glück dabeizusein und diesen Abend miterleben zu dürfen. Die letzten 12½ Jahre waren jetzt ca. 2,5 Stunden nochmal aktuell. Es war ein auf und ab meiner Stimmung. Desöfteren standen mir die Tränen in den Augen, ich konnte Sie nur schwer zurückhalten. Ich hoffte die Zeit würde niemals enden, doch leider tat Sie es. Es kam der Moment wo Stephan ans Micro vortrat und seine letzten Worte sprach. Die tränen und die Frage wie alles weiter geht kamen immer mehr. Ich werde die Bilder wo sich ca. 110.000 Fanz sich vor den Onkelz mit einem Kniefall bedanken nie vergessen. Stephan hatte auf der Bühne stellenweise auch die Fassung verloren, es hatte sich keiner Vorgestellt das der Abschied so schwer sein würde. Die Bilder die ich in diesen Momenten gesehen habe werde ich nie vergessen. "Ihr hättet es wissen müssen" fing an und danach noch "Adioz". Ich habe alles nur noch in Trance erlebt. Man versuchte Trost zu geben und gleichzeitig bekam man Trost. Es wurde still und ich stand einfach nur da, ohne zu wissen was als nächstes passieren würde. Sah in Gesichter die das Ausdrückten was ich empfand. Plötzlich wurde die Stille durch "Baja" beendet und zeitgleich ging ein Feuerwerk los, es war das geilste Feuerwerk was ich je erlebt habe, zumindest das was ich davon wahrgenommen habe. Nachdem "Baja" zu ende ging war auch das Feuerwerk vorbei und die Stille war wieder da. Die Trauer war überall zu sehen und zu spüren. Ich hatte Fanz im Arm die ich zuvor noch nie gesehen habe und man versuchte sich zu trösten. Der Weg zurück zum Zelt kam mir diesmal sehr lang vor. Am Zelt angekommen haben wir erstmal noch zusammen gesessen und noch was getrunken. So gegen 5 Uhr haben wir uns dann wieder in die Betten gemacht da ja noch die Rückreise bevorstand. Der morgen danach. Um 9 Uhr langsam wach werden und erstmal frühstücken. Nach dem Frühstück hab ich dann in ruhe erstmal alle Sachen zusammen gesucht und eingepackt, das Zelt abgebaut und dann sollte es eigentlich so gegen 11 Uhr losgehen in Richtung Heimat. Diese Idee hatten aber auch noch ein paar andere, also fahr ich erst später. Noch ein wenig in der Sonne sitzen und nochmal gemütlich Grillen. So gegen 12.30 Uhr hab ich mir dann mal nen Schattenplatz gesucht da ich es in der Sonne schon nicht mehr aushalten konnte. So gegen 13.30 Uhr dann von den anderen Verabschiedet und ab Richtung Auto. Dort angekommen war erstmal Scheiben reinigen angesagt. Leider hatte sich an der Verkehrssituation auf dem Ring noch nicht viel getan und ich bin erst so gegen 15 Uhr vom Gelände runtergewesen Richtung Autobahn. Auf der Autobahn selbst lief es erstaunlicherweise recht gut und es gab keinen Stau. Die erste Pause war wo mein Tank mir sagte das er langsam austrocknet. Ich merkte allerdings langsam das er nicht der einzigste war. Meine Arme und mein Gesicht auch so langsam dank der Sonne. An der Tanke erstmal auftanken und danach was kaltes zu trinken holen. Kurze Pause und weiter gehts, es sind noch ca. 350 KM bis nach Hause. Zwischendurch immer wieder kurze Pausen zum trinken, entspannen und wieder etwas fit zu werden. Das Wochenende macht sich doch etwas bemerkbar. Egal welchen Rastplatz man anfährt, man tritt immer wieder auf gleichgesinnte die auch auf dem Heimweg sind. Kurz vor Dortmund, fast zu Hause nochmal ein Stau der zum Glück nicht so lang ist. 22 Uhr endlich zu Hause angekommen. Kurz ein paar Kleinigkeiten aus dem Auto geräumt, der rest kann warten, erstmal duschen und den Sonnenbrand behandeln. Danach führte mein Weg erstmal an den PC und ab auf www.onkelz.de schauen was dort so geschrieben wurde. Gegen 0 Uhr ging es dann ins Bett da es Montag morgen schon wieder um 6 Uhr hieß aufstehen und den Pflichten nachkommen.
Die Bilder, Stimmung und Atmosphäre die am Ring herrschte lässt sich nicht in Worte fassen und es soll nur ein Versuch sein auszudrücken wie ich das Wochenende erlebt habe. Für die die nicht dabei waren ist es schwer vorstellbar und nicht leicht zu verstehen. Die die da waren wissen was ich meine.


"Leute ich danke Euch für die Hingabe und die Treue mit der ihr 25 Jahre Onkelz supported habt... Wir sind nur ne Rockband, die es geschafft hat sich irgendwie nach oben zu arbeiten und das mit einem Fansupport der Seinesgleichen sucht, ich denke, sowas wird die Welt nicht mehr sehen, dieses Land definitiv nicht. Ihr habt..."
"...ich glaube nicht, dass es sowas in ähnlicher Form noch mal geben wird und wir sind wahnsinnig stolz darauf, sowas mal erleben zu dürfen und ihr glaubt nicht, was es uns bedeutet, was ihr hier für uns tut, ihr macht uns den Abschied wahnsinnig schwer, ich hab mir geschworen nicht sentimental zu werden, aber ich bin echt drauf und dran die Contenance zu verlieren und....lasst euch gesagt sein, dass ihr unser Leben wahnsinnig bereichert habt, dass wir was erleben durften was Seinesgleichen sucht, dass wir hoffen, dass wir euer Leben bereichert haben...Die letzten beiden Tage waren so ziemlich das Intensivste, was wir erleben durften und etwas das wir ganz tief in uns reingesteckt haben, das wir alle unseren Kindern erzählen werden. Heute Abend werden wir das Buch schließen und ihr solltet nicht allzu traurig sein, wir sollten versuchen das Positive mitzunehmen, ich für meinen Teil versuche das, wir alle versuchen das...wir gehen morgen in ein anderes Leben, aber wir nehmen was mit, wir nehmen the way of life mit, wir nehmen den Weg der Onkelz mit uns. Und das ist nicht einfach ne Geschichte zwischen ihren Fans und ner Band, sondern das ist ne Geschichte einer Familie, ich glaub, dass wir eine Familie geworden sind...und dass es sowas nicht wieder geben wird. Ich danke euch von ganzem tiefen Herzen. Wir lieben Euch ! ....Okay, wer die Onkelz kennt der weiss, dass es keinen Weg zurück gibt und wir zu dem stehen was wir sagen. Ich will mich an dieser Stelle gern besonders an meine drei hier bei der Band bedanken, bei Kevin, Gonzo und Pe für 25 Jahre Unglaubliches."
"Wir feiern heut Abend keine Beerdigung sondern ein riesiges Abschiedsfest, keiner soll traurig nach Hause gehen... Was größeres hat’s noch nicht gegeben, aber wir sind noch da, ihr seid noch da, unsere Songs sind noch da und das nehmen wir mit in die Zukunft und deswegen gibt’s keinen Grund heut Abend traurig zu sein...Okay?"
"Ich danke allen Leuten die hier...." "...ich mein, schaut euch das an ! Ich krieg so’n Harten wenn ich mir die Scheiße hier angucke!"
"Wir danken Euch!"
 

  Die Abschiedsrede




Der Moment , an dem der Himmel weinte…
Noch immer ungläubig und traurig,
denke ich zurück.
Zurück an die Zeit,
die mir soviel gegeben hat.
Ihr habt mein Leben bereichert,
verändert und mich durch Höhen
und Tiefen begleitet.

Wenn ich eure Lieder höre,
dann ist da dieses unbeschreibliche Gefühl.
Wie will ich es nennen?
Das Gefühl der Zusammengehörigkeit,
des Verstehens.
Als ob man verliebt ist.

Die letzten Momente erlebt
auf dem Lausitzring.
Über 100.000 Menschen,
die euch feierten.
Die euch ein letztes Mal
sehen und erleben wollten.

Als dann „Erinnerung“ lief
und es anfing zu regnen,
war das der Moment,
an dem der Himmel weinte.
Er weinte,
weil er euch ziehen lassen musste.
Weil er wusste,
dass er loslassen muss.

Auch wir müssen lernen
euch gehen zu lassen.
Auch wenn uns die letzten Worte von Stephan
noch immer in den Ohren klingen.
Und auch unsere Tränen
noch immer nicht getrocknet sind.

Die letzten Minuten zogen vorbei,
ohne dass man sie richtig wahrnehmen konnte.
Wie in Trance
erlebten wir das Feuerwerk..
Verschwommen,
die Augen voller Tränen.

Oft macht sich die Ungläubigkeit
In mir breit.
Ich erwische mich dabei,
dass ich aufwache und denke,
es war nur ein Traum.
Und ich mich frage:
„Soll es wirklich schon zu Ende sein?“

Aber ihr habt euch entschlossen,
diesen Weg zu wählen.
Und das ist für euch
der richtige Weg.,
weil ihr es so entschieden habt.
Es wird Zeit,
dass ihr an euch denkt.

Ich werde diese Zeit mit euch vermissen
und niemals vergessen.
Ich danke euch dafür!
Wir sehen uns wieder,
im nächsten Leben!